Stadtentwicklung

Auf dieser Seite findet sich Information über die Stadtentwicklung in Durlach, sei es Planungen, die Durlacher Altstadt zu modernisieren oder neue Wohngebiete zu schaffen. Ansprechpartner für Fragen zur Stadtentwicklung ist Martin Pötzsche.

Wohnen in Durlach 2030: Im oberen Säuterich, im Grüngürtel um das Pfaffgebiet, oder auf dem Gelände des ASV?

Im Januar 2017 hat es zahlreiche Beratungen und Begegnungen gegeben zu der Frage, wo – vor dem Hintergrund des Bevölkerungswachstums in Karlsruhe – dringend benötigte neue Wohngebiete erschlossen werden sollen. Zur Auswahl stehen im Wesentlichen die 3 Gebiete „oberer Säuterich“ (zwischen Aue und B3), das Kleingartengebiet um das Pfaffgelände, sowie das Gelände des ASV, der eventuell in ein neues Sportgelände an der Unteren Hub verlegt werden soll.

Am weitesten entwickelt ist die Planung für den oberen Säuterich:  in den  letzten Woche wurden im Gewölbekeller des Rathauses die Städtebaulichen Entwürfe „Oberer Säuterich“ vorgestellt. Mitte Dezember tagte die Jury im konkurrierenden städtebaulichen Entwurfsverfahren „Oberer Säuterich“. Im Entwurfsverfahren ging es um ein städtebauliches, funktionales und verkehrliches Konzept für die Entwicklungsfläche zwischen Durlach-Aue und B 3.  Die Jury entschied, dass zwei der fünf Entwürfe Anfang 2017 entsprechend der Empfehlungen der Jury weiterbearbeitet werden sollen: die Entwürfe der interdisziplinären Teams  „K 9 Architekten GmbH, Faktorgruen, ModusConsult Karlsruhe“ und „Machleidt GmbH-Städtebau, Stadtplanung, SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchi-tekten mbH, SHP Ingenieure, Per-formative Architektur“.

Zudem sollen in der Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030 weitere Wohngebiete vorgeschlagen werden. Dazu hat es am 11.01.2017 eine Ortschaftsratssitzung gegeben, in der neben der bekanntermaßen diskutierten Fläche um das ASV Gebiet die Fläche um das Pfaffgelände (siehe Skizze) in die Diskussionen einbezogen wurde. Umstritten ist es vor allem, weil es als Frischluftschneise für Durlach gilt; allerdings wurde in der Ortschaftsratssitzung mit Stimmen der Grünen beschlossen, eine Untersuchung des Gebietes aus stadtplanerischer Sicht zunächst nicht zu blockieren.

Die Presseerklärung der Grünen zum Thema Flächennutzungsplan findet sich oben. Weiter unten ein paar Hintergründe von…..

Stadtentwicklung in Durlach per Gestaltungssatzung

In der Ortschaftsratssitzung am 09. November 2016 stimmte unsere Fraktion dem Auslegungsbeschluss der Gestaltungssatzung Durlacher Altstadt zu.

Entwickelt aus der 1998 erlassenen Gesamtanlagensatzung  haben wir nun mit dem vorgelegten Entwurf der Gestaltungssatzung und den Vorgaben des Denkmalschutzes zwei gute Instrumente zur Aufwertung und Sicherung der Durlacher Altstadt zur Hand.

Wir denken, dass die geplante Gestaltungssatzung die zukünftigen Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen nach aktuellem und zeitgemäßem Wohnraum – aber auch der Verpflichtung unserem historischen Erbe der Durlacher Altstadt gegenüber – gut vereinbart.

Aus den im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit eingegangen Rückmeldungen ergaben sich von Seiten der Bürgerschaft zwei Themenschwerpunkte: Die Zoneneinteilung des Gebietes der Satzung sowie Fragen zum Thema energetische Sanierung.

Die Zoneneinteilung betrachtet unsere Fraktion als ausgewogen.

Zum zweiten Thema regten wir in der Ortschaftsratsitzung an, dass die Verwaltung – unterstützt durch Stadtwerke und der Karlsruher Energie und Klimaschutzagentur KEK,  ein Informations- und Beratungskonzept der Verwaltung zum Thema Photovoltanik und  energetische Sanierung erstellt. Das Thema Energiewende darf nicht an einer historischen Altstadt vorbeigehen und möglichen Potentiale ungenutzt bleiben.

Unsere Fraktion wünscht sich ferner von Seiten der Verwaltung eine proaktive Informationspolitik bzgl. der Gestaltungssatzung . Auf diesem Weg soll vermieden werden, dass aus Unwissenheit ungenehmigte Anlagen oder Bauten errichtet werden.

Spannend wird es zu beobachten wie die Gestaltungssatzung gelebt und umgesetzt wird. Wir wünschen uns hier eine starke Verwaltung, die die hier vorliegenden Regelungen umsetzt und einfordert. Unsere Fraktion wird die Verwaltung in dieser Hinsicht jedenfalls unterstützen.

Danke an die beteiligten Fachämter und die Mitglieder der Arbeitsgruppe Gestaltungssatzung für ihre Arbeit und Engagement.

Martin Pötzsche

Was ist eine Gestaltungssatzung:

 „Die Gemeinden können durch Satzung im eigenen Wirkungskreis örtliche Bauvorschriften erlassen.“ Damit können, so heißt es weiter, „besondere Anforderungen an die äußere Gestaltung baulicher Anlagen zur Erhaltung und Gestaltung von Ortsbildern“ formuliert werden. Solche Bauvorschriften können auch zu Werbeanlagen, Kinderspielplätzen, Stellplätzen, Einfriedungen, Vorgärten, abweichende Abstandsmaße und Erhalt von Bäumen erlassen werden.

Eine solche Gestaltungssatzung trifft keine Aussagen zu Art und Maß einer baulichen Nutzung. Hierfür sind der Paragraf 34 des Baugesetzbuchs oder Festsetzungen von Bebauungsplänen einschlägig.