Ortschaftsrat

Das sind die Grünen Vertreter*innen im Ortschaftsrat in Durlach:

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Dr. Heike Puzicha-Martz                         Dr. Ulrich Wagner                         Martin Pötzsche

dietamr_Kopf                 Ralf_Kopf

Dietmar Maier                                     Ralf Köster

Unsere Arbeitsgrundlage: Das Wahlprogramm der Kommunalwahl 2014

Unsere Arbeitsgrundlage ist neben Grünen Grundsätzen das Wahlprogramm der aktuellen Wahlperiode. Am Wichtigsten sind uns daraus die folgenden Punkte:

  1. Stadtentwicklung für eine lebenswerte Stadt: Wir kümmern uns um den Erhalt des historischen Stadtkerns, unter den Bedingungen eines modernen, ökologischen und sozialen Lebensstils. Dazu zählen zum Beispiel eine städtebaulich attraktive und dem Radverkehr Rechnung tragende Weiterentwicklung des „Stachus“ (Stadteingang, westliche Pfinztalstraße), aber auch die Frage, wie mit der Festhalle Durlach weiterzuverfahren ist oder ob es einen alternativen Veranstaltungsort in Durlach geben soll.
  2. Nachhaltigkeit für Mensch und Natur: Auch kleine Orte wie Durlach sind gefordet, ihren Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensmodell in Deutschland zu liefern. So nehmen wir uns der Herausforderung an, ob die Müllverarbeitungsanlage im Eisenhafengrund erweitert oder ersetzt werden soll. Zudem machen wir uns dafür stark, die Untere Hub in einen Sport- und Freizeitpark umzuwandeln, der sowohl die Bedürfnisse der Bürger nach Erholung befriedigt, als auch der Natur genügend Raum zur Entfaltung läßt.
  3. Umweltverträgliche Mobilität für alle: Um die im Dezember 2015 in Paris gesteckten Klimaziele zu erreichen, muss sich die Mobilität in allen Regionen Europas verändern. Für Durlach heißt das beispielsweise den Verkehrsentwicklungsplan von Karlsruhe (2009) auch auf Durlach herunterzubrechen oder die ehemalige B10 zurückzubauen.
  4. Gute Bildung in Durlach: Lebenslange Bildung ist nicht nur eine Grundlage wirtschaftlichen Erfolgs, sondern auch ein Quell persönlicher Befriedigung. Sie beginnt im Kleinkindalter, und hier haben wir in Durlach nach wie vor Bedarf an qualitativ hochwertiger Betreuung. Unser Bildungsanspruch erstreckt sich auf alle Teile Bevölkerung. So liegt uns insbesondere Inklusion am Herzen: Kinder mit Handicap sollen aussuchen dürfen, an welcher Schule und mit welchen Freunden sie sich wohlfühlen.
  5. Teilhabe ermöglichen, gemeinsam gestalten: Wir möchten, dass Durlach ein lebens- und liebenswerter Ort für alle Bevölkerungsgruppen wird. Deshalb ist die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum z.B. für ältere Mitbürer für uns seit Jahren ein Thema, aber auch das Angebot für Kinder (wir brauchen mehr Bolzplätze!) und Jugendliche in Durlach. Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund sollen besonders intensiv kommuniziert werden.
  6. Durlach kulturell: Kulturförderung ist in Deutschland eine überwiegend kommunale Aufgabe. Diese möchten wir auch sehr lokal wahrnehmen, da ein breites kulturelles Angebot die Identifikation mit dem Wohnort verstärkt. Unter anderem möchten wir uns dafür stark machen, ein Kinoangebot vor Ort zu realisieren.
  7. Durlach aktuell: Es gibt immer wieder aktuelle Probleme, auf die schnell reagiert werden muss. Die rapide Zunahme von Straßenprostitution im Killisfeld ist so ein Beispiel. Wir versuchen, auf der einen Seite die Belästigungen der Bürger in Grenzen zu halten, auf der anderen Seite aber auch die Prostituierten mit Unterstützungsangeboten zu versorgen.

 

Eine Auswahl der letzten Anträge der Grünen im Ortschaftsrat (alle anderen in unserem Archiv):

Der Anteil älterer allein lebender Menschen nimmt zu – qauch in Durlach. Insbesondere Menschen mit leichten bis stärkeren körperlichen, psychischen ober geistigen Einschränkungen fällt es schwer, sich ausgewogen zu ernähren und an sozialen Angeboten
teilzunehmen. Es gab im letzten Jahr eine Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren zur Etablierung von Mittagstisch-Angebotenen für ältere Menschen.

Antrag: Die Verwaltung erstellt in Zusammenarbeit mit den Akteuren der Seniorenarbeit (z. B. Seniorenbüro Karlsruhe, Seniorenclub Durlach, Pflegestützpunkt) eine Analyse über das Angebot an Mittagstischen in Durlach. Ist das Angebot gut und ausreichend, ist es bekannt und attraktiv?

Die Pfinz wird auf dem Abschnitt zwischen Karlsruhe-Durlach und Blankenloch, von gewerblichen Anbietern für Kanufahrten genutzt. Dieser Abschnitt ist gleichzeitig auch Lebensraum für verschiedene geschützte und/oder seltene Tierarten. Die Stadt Karlsruhe und das Regierungspräsidium Karlsruhe haben aus diesem Grund für die Teichralle Erfassungen durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht. Immer wieder kommt es an der Pfinz in Durlach zu Beobachtungen des seltenen Eisvogels. Es könnte daher sinnvoll sein, auch diese Art systematisch im Bereich der Pfinz zu erfassen und zu dokumentieren.
Wir beantragen deshalb über das Vorkommen und den Lebensraum des Eisvogels im Bereich der Pfinz in Durlach dem Ortschaftsrat Bericht zu erstatten.

 

An der Reichardtstraße zum Turmberg existiert ein einseitiger Fussweg auf der Talseite, oder zumindest Fragmente davon. Der Weg war einst asphaltiert. Im oberen Bereich ab der ersten Kurve, beim Abzweig zum
Unteren Wolf, können Fussgänger dann den direkten Weg zum Turmberg einschlagen, weswegen hier wohl auch kein Gehweg mehr existiert. Kurz davor aber ist der Gehweg, wohl wegen des desolaten Zustands gar mit einer halbherzigen Absperrung versehen.
Wir beantragen die Wiederherstellung des Gehweges entlang der Reichardtstraße. Hierbei kann mit Rücksicht auf die Bäume durchaus auf die üblichen Breiten verzichtet werden. Eine Ausführung als wassergebunder Weg, aus Kostengründen, wäre ggfs. denkbar.

 

 

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1 Kommentar

  1. Jens Lowinger

    Sehr geehrte Damen und Herren Ortschaftsräte,
    mit zunächst erheitertem Erstaunen las ich jüngst den Bericht im Durlacher Blatt über eines Ihrer im Ortschaftsrat zur Erörterung für Wert befundenen Themen:
    Die Verlängerung der Turmbergbahn-Trasse, was vielleicht einmal der Traum eines jeden Durlachers Kindes war.
    Vor wenigen Jahren bestand noch die Befürchtung, man müsse die defizitäre Turmbergbahn eventuell stilllegen. Sie erinnern sich sicherlich nicht mehr?
    Mittlerweile ist die Finanzlage des Haushaltes der Stadt Karlsruhe um ein vielfaches angespannter. Auch das ist Ihnen nicht präsent?

    Daher schlug beim Weiterlesen des Berichtes meine Erheiterung um in – ich muss es zugeben – Verärgerung.
    Wohlangemerkt: Verärgerung basierend auf der Berichterstattung im Durlacher Blatt. (Schilda lässt grüßen).

    Verärgerung über einen Bericht, der ein unsägliches Maß an fehlendem Realitätsbezug der antragstellenden SPD-Fraktion schildert,
    unterstützt von der GRÜNEN-Fraktion und den FREIEN WÄHLERN, hinsichtlich des Begehrens, die Turmbergbahn zu verlängern.
    Als Durlacher Bürger verwundere ich mich nun doch, was offenbar an Abseitigem in Köpfen plötzlich substanziell werden kann.

    Bedenken Sie nun bitte:

    Im Leitbild der Stadt Karlsruhe für nachhaltiges Handeln ist folgendes zu lesen – ich zitiere den von Stadt KA veröffentlichten Text:

    „Nachhaltige Stadtentwicklung ist eine dauerhafte Gemeinschaftsaufgabe aller gesellschaftlichen Kräfte: Nur mit einem Wandel hin zu nachhaltigem Wirtschaften und einem gleichwertig daneben stehenden ökologisch und sozial verantwortungsvollen Handeln (!!) kann die Stadt¬gesellschaft genügend Stabilität, Flexibilität und Regenerationsfähigkeit aufbauen und bewahren, um die anstehenden und kommenden Herausforderungen zu bewältigen.“
    und
    „Karlsruhe ist Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2015. Beim bundesweiten Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis überzeugte die Fächerstadt die Jury „durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Wachstum“ und mit zahlreiche Aktivitäten einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Auszeichnung nahm Umweltbürgermeister Klaus Stapf bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in Düsseldorf entgegen.“

    Sie müssen als Stadträte mit diesem Leitbild nicht konform gehen. Jedoch: Es täte Ihnen und uns allen gut, würde dies irgendwo mit Leben erfüllt und halbwegs in eine Glaubwürdigkeit überführt!
    Daher meine Frage: Wie bringen Sie dies mit Ihrem Antrag in Einklang ? Wieviel hohlen Populismus wollen Sie unserer Stadt noch zumuten, bis sie nicht mehr lebenswert ist?

    Gäbe es ein solches Verantwortungsgefühl in gebührendem Maße, würde man aus folgenden – sehr simplen Gründen – solch einen Antrag nicht stellen:

    1. Den Turmberg besuchende mobile und gesunde Menschen täten im Rahmen ganzheitlicher Stadtpolitik gut daran, ein paar Schritte zur jetzigen Talstation bergauf zu laufen oder zu stapfen!
    Es ist traurig, dass man in einer Stadt, die den Nachhaltigkeitspreis errungen hat, darauf hinweisen muss! (guten Morgen, GRÜNEN-Fraktion / was sagt da wohl Herr Bürgermeister Stapf dazu?)

    Wo ist eigentlich eine Beschilderung für Ortsfremde, die den Turmberg komplett zu Fuß erobern wollen?
    Schließlich sind die „Hexenstäffele“, die Hohlwege und Wege durch die Rebanlagen doch wirklich sehens- und gehenswert.
    VORTEIL: Förderung der Gesundheit, Frequentierung der Spazierwege am Turmberg, und davon profitierende Gastronomie…)

    2. Den Turmberg besuchende mobilitätseingeschränkte und kranke Menschen wären mit einem barrierefrei zu besteigenden Pendelbus (z.B. Elektromobil – Hinweis für die GRÜNEN-Fraktion)
    weitaus besser bedient! Auch hier ist es traurig, dass man in einer Stadt, die den Nachhaltigkeitspreis errungen hat, darauf hinweisen muss! (Was sagt da wohl Herr Bürgermeister Stapf dazu?)

    Dieser Bus könnte – ausgehend von der Endstation – die jetzige Talstation anfahren, und auch z.B. bis auf den Turmberg oder zum Kletterpark fahren. Die Baumaßnahmen für Haltestellen des Buses wären im Vergleich zur Erweiterung der Bergbahn weitaus kostengünstiger. Dies insbesondere hinsichtlich der Fixkosten während der Ruhezeiten. Und das Beste: Sollte die Turmbergbahn künftig aus technischen oder finanziellen Gründen den Betrieb einstellen müssen, hätte man bereits im Vorfeld ein umweltfreundliches und kostengünstiges öffentliches Verkehrsmittel auf den Turmberg.

    3. Hinsichtlich der Befürchtung, nur wenige Anwohner profitierten von einer Mittelstation kann ich sie alle trösten, und auf folgendes hinweisen:
    Wer es sich erlauben kann, in diesem Wohnviertel zu leben, kann sich allemal – falls der Erstwagen in der Werkstatt steht – den Zweitwagen nehmen.
    Gäbe es dann einen elektrischen Pendelbus, wäre dessen Benutzung die umweltfreundliche Alternative!
    Auch hier noch ein Hinweis zur Förderung der Glaubwürdigkeit der Nachhaltigkeit in Karlsruhe: Der Bus käme näher zum bedürftigen Fahrgast als eine Bergbahn.
    Für Anwohner des Burgwegs, der Kastellstraße, des Wolfwegs, ist eine Mittelsation in weiten Bereichen wertlos.
    Dieser Debatte fehlt der Praxisbezug. Waren Sie schon an allen relevanten Punkten zu Fuß? Das wäre dringend nötig.
    Für alle unter Ihnen, die nicht alle Wege am Turmberg kennen, sondern nur darüber reden können, stehe ich gerne nach Absprache zur gemeinsamen Begehung bereit.

    4. Die im Bericht geschilderten Erörterungen hinsichtlich der technischen Lösung der Querung Bergbahn / Straßenkreuzung im Bereich heutiger Talstation
    zeugen von völliger Unkenntnis der Technik einer Standseilbahn. Und seien Sie sicher: Die einzige Technik, die die Straße bei dieser Schienenneigung queren könnte, wäre eine Zahnradbahn.

    Ich hoffe und wünsche für unsere Stadt, dass Sie Willens sind, das Wohl unserer Stadt stets in Ihre Gedanken und Worte mit einzubeziehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jens Lowinger
    Rittnertstraße 75
    76227 Karlsruhe
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